Neue Erdölbohrung im Feld Ringe

08/10/2019

Ringe, 7.10.2019. Ab November wird im Feld Ringe wieder nach Erdöl gebohrt. Auf dem bereits bestehenden Betriebsplatz von Neptune Energy in Deutschland an der Meppener Straße wird eine weitere Bohrung niedergebracht. Es wird die insgesamt vierte Erdölbohrung an diesem Standort sein.

Die Bohrung trägt den Namen „Ringe 6“ und dient der weiteren Erkundung und Erschließung der Lagerstätte in der geologischen Formation des Bentheimer Sandsteins. Sie soll ihr Endziel in etwa 1.500 Metern vertikaler Tiefe voraussichtlich im Dezember 2019 erreichen.

Der weitere Zeitplan sieht zunächst die Errichtung des Bohrplatzes vor. Es handelt sich dabei um eine Erweiterung des bestehenden Betriebsplatzes. Gebaut wird eine versiegelte Betonfläche, so dass jegliche Verunreinigungen des Untergrundes sicher ausgeschlossen werden können. In einem zweiten Schritt wird ab Mitte November eine Tiefbohranlage für die Dauer von ungefähr sechs Wochen auf diesem Platz aufgebaut werden.

Beim Bohren wird modernste Technik zum Einsatz kommen. Hierbei setzen die beteiligten Unternehmen auf die Vorteile der Bohrung mit abgelenktem Bohrpfad. Mit diesem Verfahren können Bohrungen im tiefen Untergrund über mehrere hundert Meter abgelenkt werden, so dass die erdölführenden Strukturen auch von nicht direkt über ihnen liegenden Bohrplätzen zu erreichen sind. Zuständig für die Errichtung des Bohrplatzes und die Durchführung der Bohrung ist Wintershall Dea.

Alle Maßnahmen setzen eine vorliegende Genehmigung durch die zuständige Landesbergbehörde voraus.

Dem Schutz der Umwelt kommt bei der Projektumsetzung eine große Bedeutung zu. Bei der Planung und Ausführung werden insbesondere artenschutzrechtliche und landschaftspflegerische Aspekte sehr genau betrachtet.

Im Anschluss an die Bohrung ist ein Fördertest geplant. Anfang 2020 wird endgültig feststehen, ob mit dieser neuen Bohrung dauerhaft und wirtschaftlich Erdöl gefördert werden kann.

Im Feld Ringe wird seit 1948 Erdöl gefördert. Die Jahresproduktion lag 2018 bei 29.300 Tonnen.