Erkundungsbohrung in Otterstadt

Potenziale im Rheintal

Ölführende Strukturen in Otterstadt

Nachdem die Daten aus den seismischen Messungen im Winter 2011/2012 ausgewertet sind, haben sich Hinweise darauf ergeben, dass es bei Otterstadt möglicherwiese ein Erdölvorkommen gibt. Um diesen Hinweisen nachzugehen, plant das Konsortium aus Neptune Energy in Deutschland und der in Speyer ansässigen Palatina GeoCon & Co. KG eine Erkundungsbohrung auf einem Grundstück auf Otterstadter Gemarkung an der L 534 in Richtung Waldsee.

Antragsunterlagen eingereicht

Beim zuständigen Landesamt für Geologie und Bergbau in Mainz (LGB) läuft derzeit die Antragstellung für das Vorhaben. Hierzu beteiligt das LGB unterschiedliche Fachbehörden sowie die Verbandsgemeinde. Sobald die Genehmigung eines Hauptbetriebsplans erfolgt ist, müssen weitere Sonderbetriebspläne für den Bau des Bohrplatzes sowie für die Bohrung beantragt werden.

Der Bohrplatzbau als erster Schritt

Wenn alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen, wird zunächst ein Bohrplatz gebaut. Dabei handelt es sich um eine etwa fußballplatzgroße versiegelte Fläche, so dass Verunreinigungen im Boden ausgeschlossen werden können. In einem zweiten Schritt wird dann für die Dauer von ungefähr drei Monaten eine Tiefbohranlage auf diesem Platz aufgebaut. Zielhorizont der Bohrung im Untergrund ist der Buntsandstein. Die Bohrung soll ihr Ziel in einer vertikalen Tiefe von etwa 2.800 Metern erreichen. Beim Bohren kommt modernste Technik zum Einsatz. Hierbei setzen wir auf die Möglichkeit, mit geneigtem Pfad zu bohren. Mit diesem Verfahren können Bohrungen im tiefen Untergrund über mehrere hundert Meter horizontal abgelenkt werden. Erst nach dem Ergebnis der Erkundungsbohrung kann bewertet werden, ob tatsächlich Erdöl vorhanden und wirtschaftlich zu gewinnen ist.

Möglicher Testbetrieb nach Fündigkeit

Nach der Bohrphase wird die Bohranlage abgebaut und die Bohrung mit einem so genannten Eruptionskreuz sicher verschlossen. Wenn die Bohrung nicht fündig ist, schließt sich der Rückbau an. Hierbei wird das Bohrloch in verschiedenen Abschnitten verfüllt und die beanspruchte Oberfläche wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Im Falle der Fündigkeit wird auf dem Platz eine temporäre Test-Anlage installiert, die nahezu geräuschlos arbeitet. Anschließend wird ein Testbetrieb installiert, um erste Erfahrungen aus der Lagerstätte zu erhalten.

Besichtigungstermine

Interessierte Bürger und Gruppen können gerne einen Besichtigungstermin für einen der Betriebsplätze in Speyer vereinbaren. Wir beantworten Ihre Fragen direkt vor Ort.

Kontakt
Sandra Arndt
Referentin Öffentlichkeitsarbeit
Neptune Energy in Deutschland
+49 (0) 6232/64979-49

E-Mail
presse@neptuneenergy.de