Rückbau der
Bohrschlammgrube Rühlermoor

Neptune Energy räumt auf

Die Historie des Standortes

Im Sommer 2019 beginnt Neptune Energy mit den Arbeiten für den Rückbau der Bohrschlammgrube Rühlermoor in Meppen. Die Bohrschlammgrube wurde 1971 errichtet und Anfang 2015 stillgelegt. Bis dahin wurden vor Ort vor allem Bohrrückstände, Bohrspülung sowie Tankschlämme und verunreinigte Böden und Flüssigkeiten eingelagert, die bei der Erdölförderung anfallen. Zu den Inhaltsstoffen der Schlammgrube zählen ölhaltige Tone und Sande. In Bohrschlammgruben können in geringeren Mengen auch Salze, Stärke, Kreide, Schwerspat oder Polymere und Schwermetalle enthalten sein. Die Schlammgrube Rühlermoor besteht aus sechs unterschiedlichen Kammern mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 49.200 Kubikmetern. Alle Bereiche, in denen belastete Materialien eingelagert sind, wurden mit Kunststoffdichtungsbahnen zum Untergrund abgedichtet. In den vergangenen Jahren fand ein regelmäßiges Grundwasser-Monitoring an rund 20 Messstellen statt. Außerdem kontrollieren Neptune Energy-Mitarbeiter täglich die Anlage.

Damals und heute

Früher hat die Erdöl- und Erdgasindustrie Rückstände aus der Förderung in sogenannten Bohrschlammgruben entsprechend dem damaligen Stand der Technik unter behördlicher Aufsicht eingelagert. Heute verwerten oder entsorgen die Unternehmen die anfallenden Mengen an Bohrschlamm sofort, das heißt ohne Zwischenlagerung, nach dem Kreislaufwirtschaftsrecht.

Alles muss raus: Vollauskofferung der  Bohrschlammgrube

Zuerst richtet ein Fachunternehmen eine Baustelle ein und erneuert die Zufahrt. Im Anschluss erfolgt der sichere Abtransport der vorhandenen Inhaltsstoffe der Bohrschlammgrube. Dazu muss das Team vor Ort die Materialien für den Transport vorbereiten, sortieren und analysieren. Eine abfallspezifische Beprobung findet innerhalb von 500 Kubikmeter großen Haufwerken statt. Die Proben von jedem Haufwerk überstellen Spezialisten einem akkreditierten Labor zur Erstellung einer Deklarationsanalyse gemäß Deponieverordnung.

Entsprechend dem Ergebnis der Analyse werden die Materialen im Anschluss fachgerecht entsorgt – zum Großteil in Sonderabfall-Verbrennungsanlagen. Etwa 15 Lastkraftwagen fahren zum Abtransport, mittels elektronischem Abfallnachweisverfahren, täglich zum und vom Gelände in direkter Nähe der Hauptstraße in Meppen. Schließlich werden die entstehenden Gruben mit sauberem Sand verfüllt und mit Mutterboden überdeckt. Nach Beendigung aller Aktivitäten entsteht eine landwirtschaftliche Fläche auf dem Gelände des ehemaligen Bohrschlammgruben-Systems. Das Team vor Ort arbeitet an Wochentagen zwischen 7.00 und 20.00 Uhr. Während bestimmter Arbeitsschritte kann es leider zu einer zeitweisen Geruchsbelästigung im näheren Umfeld kommen. Das Gewerbeaufsichtsamt kontrolliert den Rückbau mit Luftmessungen.

Rückbau: Sicherheit und Umweltschutz

Neptune Energy ist für den Rückbau und die Wiedernutzbarmachung der für den Bergbau in Anspruch genommenen Grundstücksflächen verantwortlich. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten und einem mindestens noch zwei Jahre nach dem Rückbau andauernden Grundwasser-Monitoring kann durch das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) die Bergaufsicht beendet werden. Ein spezialisierter Bereich innerhalb des Unternehmens führt diese Rückbauprojekte durch. Alle Projekte sind daher bereits im Vorfeld genauestes geplant und mit den zuständigen Fachbehörden abgestimmt.

Vor Beginn der Arbeiten an der Bohrschlammgrube Rühlermoor hat Neptune Energy einen Abschlussbetriebsplan mit einem Durchführungskonzept erstellt, in dem sämtliche Belange der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes berücksichtigt wurden. Das LBEG hat diesen Abschlussbetriebsplan genehmigt. Ein externer Sachverständiger begleitet, überwacht und dokumentiert die Sanierungsmaßnahmen. Weiterhin steht Neptune Energy im ständigen Kontakt mit den zuständigen Behörden.

Im Emsland haben wir zuletzt die Bohrschlammgrube Erika in Geeste zurückgebaut.

Zeitplan im Überblick

Sommer 2019:
Baustelleneinrichtung und Wegebau
• Bis Sommer 2020:
Rückbau der Bohrschlammgrube Rühlermoor
• Im Anschluss:
Weitere detaillierte Messungen, Analytik
• Bis Mitte 2020:
Rekultivierung des Geländes und
Abbau der Baustelleneinrichtung
• Bis Ende 2020:
Geplante Fertigstellung aller Rückbau-Aktivitäten
• Bis mindestens 2022:
Grundwasser-Monitoring

Kontakt
Silke Bender
Referentin Öffentlichkeitsarbeit
Neptune Energy Deutschland
+49 (0) 594/612-888

E-Mail
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