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Ein Gemeinschaftsprojekt im Wattenmeer

Thomas Jürriens, Betriebsleiter im Westen Deutschlands

Thomas Jürriens auf der Treppe einer Förderanlage

„Bei unserer Rückbaumaßnahme in der Leybucht in Ostfriesland haben wir am Ende viel Lob von allen beteiligten Fachbehörden bekommen. Das macht mich besonders stolz. Denn kein anderes Projekt aus dem Jahr 2025 steht wohl so sehr für Natur- und Umweltschutz wie dieses. Der Grund ist der besondere Standort. Wir haben eine ehemalige Erdgasförderplattform rund 1,5 Kilometer vor der Nordseeküste zurückgebaut – mittlerweile liegt dieser Ort mitten im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Zwar sind wir zum Rückbau gesetzlich verpflichtet, bei der Baumaßnahme konnten wir jedoch besonderes Fingerspitzengefühl beweisen.

Einerseits durch unsere sehr gute Zusammenarbeit mit der Deichacht Krummhörn. Der Verband übernimmt Aufgaben im Bereich Küstenschutz und Deichbau. Fachfirmen haben für uns den Rückbau der Plattform umgesetzt. Die Deichacht hat die LKW-Transporte der geprüften Materialien, aus denen die ehemalige Förderplattform bestand, beauftragt.

Denn große Teile der Baustoffe wurden für die Verstärkung eines nahegelegenen Deichs wiederverwendet. Insgesamt haben LKWs rund 2.500 Ladungen mit Wasserbausteinen, Stahlbeton, Asphaltfräsgut und Sand abgefahren.

Andererseits fanden die Bauarbeiten im Lebensraum vieler besonderer Tier- und Pflanzenarten statt. Darauf haben wir mit einer durchgehenden ökologischen Baubegleitung Rücksicht genommen. Zwei Austernfischerpaare legten schon während des Baustellenbetriebs ihre Nester auf der ehemaligen Plattform an. Die Mitarbeitenden hielten deshalb die ganze Zeit große Sicherheitsabstände zu den Nestern. Ab jetzt überlassen wir das Naturschutzgebiet jedoch wieder vollständig den Vögeln.“

Weitere Informationen

zum Projekt gibt es in unserer gemeinsamen Pressemitteilung mit der Deichacht Krummhörn und der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer.