
Historische Erdölförderpumpe von Neptune Energy zieht ins Freilichtmuseum
Ein Stück norddeutscher Industriegeschichte bleibt erhalten: Eine Erdölförderpumpe von Neptune Energy hat im Freilichtmuseum am Kiekeberg eine neue Heimat gefunden. Die Anlage stammt aus dem Erdölfeld Reitbrook-Alt in Hamburg, wo Neptune Energy heute die ehemalige Förderinfrastruktur Schritt für Schritt zurückbaut.
Jahrzehntelang gehörten sogenannte Pferdekopfpumpen zum Landschaftsbild in vielen Erdölförderregionen Deutschlands. Eine dieser Anlagen ist jetzt dauerhaft im Freilichtmuseum am Kiekeberg zu sehen.
Die Anlage stammt aus dem Hamburger Erdölfeld Reitbrook-Alt und kam dort ab den 1960er-Jahren zum Einsatz. Neptune Energy stellte die Pumpe dem Freilichtmuseum zur Verfügung.
„Wir freuen uns, dass die Pumpe im Freilichtmuseum am Kiekeberg eine dauerhafte Heimat findet und damit ein Stück regionaler Erdölgeschichte für die Öffentlichkeit erhalten bleibt“, sagt Silke Bender, Projekt-Sprecherin von Neptune Energy. „Auch wenn die Förderung für uns im Raum Hamburg beendet ist, wird Neptune Energy noch einige Jahre mit dem Rückbau beschäftigt sein.“


Vom Arbeitsgerät zum Industriedenkmal
Die Pumpe gehörte zur Bohrung Reitbrook 60. Die Bohrung entstand 1939 und 1940 und reicht rund 700 Meter in die Tiefe. Die jetzt ausgestellte Pumpe war dort von 1961 bis 2020 im Einsatz. Heute erinnert sie am Kiekeberg an die Bedeutung der Erdölförderung für die Region.
Im Museum ergänzt die Pumpe die Königsberger Straße, die das Leben und Arbeiten in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg zeigt. Damit wird an einem konkreten technischen Beispiel sichtbar, welche Rolle Erdöl als Energieträger und Rohstoff im Alltag des 20. Jahrhunderts spielte.
Rückbau im Raum Hamburg läuft weiter
Während die Pumpe am Kiekeberg erhalten bleibt, geht wenige Kilometer entfernt der Rückbau der ehemaligen Erdölinfrastruktur weiter. Im Feld Reitbrook-Alt verfüllt Neptune Energy insgesamt rund 80 ehemalige Bohrungen. Anschließend werden Anlagen und Leitungen zurückgebaut und die Flächen rekultiviert. Für das Gesamtprojekt sind rund sechs Jahre vorgesehen.
Damit endet die Verantwortung von Neptune Energy nicht mit der letzten geförderten Tonne Erdöl. Ziel des Rückbaus ist es, die früher für die Förderung genutzten Flächen wieder nutzbar zu machen und sie beispielsweise an die Landwirtschaft oder die Natur zurückzugeben.
Die historische Pumpe am Kiekeberg schlägt dabei eine besondere Brücke: Sie erinnert an mehr als acht Jahrzehnte Erdölgeschichte in der Region, während an ihren früheren Einsatzorten der Weg zurück zur Natur bereits begonnen hat.
Über Neptune Energy
Neptune Energy ist eines der führenden Rohstoffunternehmen in Deutschland. Mit über 135 Jahren Erfahrung sichern wir die Versorgung für Industrie und Gesellschaft. Unser Ziel: Wir fördern heute, was morgen zählt. Rund 460 Mitarbeitende in vielen Regionen Deutschlands und in unserer Zentrale in Hannover engagieren sich auf drei zentralen Handlungsfeldern
Base – Gas & Öl: sichere und verlässliche Förderung heimischer Energierohstoffe
Balance – Rückbau: Verantwortung für die Vergangenheit und Natur wiederherstellen
Boost – New Energy: Zukunft aktiv gestalten zum Beispiel mit Lithium aus Deutschland
So verbinden wir Erfahrung mit Fortschritt. Der Umsatzerlös von Neptune Energy lag im Geschäftsjahr 2025 bei 332 Mio. Euro (IFRS). Die gesamte Jahresproduktion von Gas und Öl lag bei 5,9 Millionen Barrel Öläquivalent (boe).
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