
Neptune Energy investiert an regionaler Produktionszentrale
Meppen. So etwas sieht man selten: Eine 18 Meter hohe Werkstatt mit Gleisanschluss. Die Bauarbeiten für diesen Gebäudekomplex beginnen auf dem Betriebsgelände von Neptune Energy an der Hauptstraße in Meppen. Vor Ort befindet sich die regionale Produktionszentrale des Rohstoffunternehmens. Rund 190 Mitarbeitende haben hier aktuell ihren Arbeitsplatz.
Die neue Werkstatt mit einem Investitionsvolumen von mehr als zwei Millionen Euro wird in Zukunft sowohl vom regionalen Erdöl- und Erdgas-Produktionsbetrieb als auch vom Team für Rückbau und Instandhaltungsarbeiten genutzt. Der sogenannte Workover-Betrieb hat bis zu sechs aktive unternehmenseigene Winden für Arbeiten am Bohrloch im Einsatz. Um die Anlagen auch zu Erdölbohrungen im moorigen Rühlermoor bringen zu können, sind neben LKWs auch etliche Lokomotiven auf einem Feldbahnnetz in Betrieb. Besonders an der zukünftigen Werkstatt ist vor allem, dass diese Bohrlochwinden in Zukunft mit aufgerichtetem Mast und auf Gleisen in die rund tausend Quadratmeter große Stahlhalle gefahren werden können. Außerdem werden rund zehn Mitarbeitende und Auszubildende hier alle Arten von Maschinen und Geräten in Stand setzen.
„Wir machen an unseren Anlagen fast alles selbst. Denn für Reparaturen- und Wartungsarbeiten an unseren Maschinen braucht man spezialisierte Fachleute. Unsere eigenen Mechaniker haben da die größten Erfahrungswerte“, berichtet Stefan Steininger, Leiter des Workover-Betriebes“, und ergänzt: „In Zukunft kann das Team auch an großen Anlagen geschützt vor Wind und Wetter arbeiten. Das ist ein riesiger Vorteil.“
Unter ergonomischen Gesichtspunkten bringe der Neubau ebenfalls einige Verbesserungen mit sich: eine Grube, um sicher unter den Anlagen zu arbeiten sowie ein integrierter Kran. Das zweistöckige Gebäude wird nicht nur aus Werkstatt-Räumen für den Produktions- und Windenbetrieb bestehen. Auch eine separate Elektronikwerkstatt, Büros, ein Lager für Anlagenkomponenten und ein Sozialraum sind vorgesehen.
Die Bauarbeiten setzen Unternehmen aus der Region um: Bau- und Projektleitung Exeler sowie Mayrose aus Lingen, Krämer-Bau aus Wietmarschen sowie J+B Küpers aus Osterwald. In gut einem Jahr soll das Projekt beendet sein und die erste Gleiswinde in die Werkstatt fahren können.

Über Neptune Energy
Neptune Energy ist eines der führenden Rohstoffunternehmen in Deutschland. Mit über 135 Jahren Erfahrung sichern wir die Versorgung für Industrie und Gesellschaft. Unser Ziel: Wir fördern heute, was morgen zählt. Rund 460 Mitarbeitende in vielen Regionen Deutschlands und in unserer Zentrale in Hannover engagieren sich auf drei zentralen Handlungsfeldern
Base – Gas & Öl: sichere und verlässliche Förderung heimischer Energierohstoffe
Balance – Rückbau: Verantwortung für die Vergangenheit und Natur wiederherstellen
Boost – New Energy: Zukunft aktiv gestalten zum Beispiel mit Lithium aus Deutschland
So verbinden wir Erfahrung mit Fortschritt. Der Umsatzerlös von Neptune Energy lag im Geschäftsjahr 2025 bei 332 Mio. Euro (IFRS). Die gesamte Jahresproduktion von Gas und Öl lag bei 5,9 Millionen Barrel Öläquivalent (boe).
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