Rückschnittarbeiten an der Anlage Brüchau
Neptune Energy beginnt mit Rückschnittarbeiten an der bergbaulichen Abfallentsorgungsanlage Brüchau. Nach der Genehmigung der beantragten Änderung des Abschlussbetriebsplans zur Einkapselung durch das Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt (LAGB) im August 2025 sind dies die ersten sichtbaren Maßnahmen an der Anlage.
Die Rückschnittarbeiten umfassen das Freischneiden der Anlage von aufgegangener Vegetation, einschließlich Mäharbeiten sowie das Einkürzen des Schilfgürtels. Aufgrund des Beginns der Brut- und Setzzeit müssen die Arbeiten vor dem 1. März abgeschlossen sein. Der Rückschnitt dient dem Bestandsschutz und ist in regelmäßigen Abständen notwendig.
Neptune Energy befindet sich weiterhin im Ausschreibungsverfahren für die erforderlichen ingenieurtechnischen Leistungen. Nach aktueller Planung soll die Vergabe im Jahr 2026 erfolgen und die Umsetzung der Maßnahmen beginnen, die jedoch abhängig vom Ausgang des gerichtlichen Verfahrens zur Klage des BUND sind.
Anschließend beginnt die Detailplanung, sodass voraussichtlich ab 2027 mit der Umsetzung des ersten Bauabschnitts gestartet werden kann.
Fragen & Antworten
Was passiert im ersten Bauabschnitt?
Nach Abschluss der Vergabeverfahren wird im Bauabschnitt 1 frühestens ab 2027 das Deponat vorbehandelt (konditioniert) und in temporäre Teilbereiche der Anlage umgelagert. Die Konditionierung umfasst das Durchmischen und Stabilisieren des Materials, sodass freies Wasser im überwiegend schlammigen Deponat gebunden und das Material transportfähig wird. Dies ist die Voraussetzung für alle weiteren Bearbeitungsschritte, unabhängig vom späteren Vorgehen.
Werden im ersten Bauabschnitt unumkehrbare Tatsachen geschaffen?
Für eine dauerhaft sichere Lösung ist es notwendig, das Deponat zu konditionieren. Dabei werden keine unumkehrbaren Tatsachen geschaffen, sondern die Voraussetzungen dafür, das Material technisch beherrschbar zu machen und eine spätere Bearbeitung und Umlagerung zu ermöglichen. Durch die Konditionierung behält das Material eine erd- bzw. bodenähnliche Struktur, ohne dass ein betonähnlicher Materialzustand erzeugt wird.
Welcher Zustand wird durch die Konditionierung des Materials erreicht?
Bei der Konditionierung wird dem Deponat eine begrenzte Menge von Konditionierungsmitteln auf Zementbasis zugesetzt. Die maximale Zugabemenge beträgt dabei bis zu 10 Gewichtsprozent. Dadurch wird das Material verfestigt, ohne dass ein betonartiger Feststoff entsteht.
Das konditionierte Material weist nach der Behandlung eine erd- bzw. bodenähnliche Struktur auf, ist transportfähig, enthält keine freien Flüssigkeiten mehr und kann im Zwischenlager bis zu einer Mindesthöhe von 3 Metern sicher gestapelt werden.

Material aus den Vorversuchen (links Originalmaterial, rechts das gleiche Material nach der Konditionierung)
Weitere Informationen finden Sie auf unserer

Über Neptune Energy
Neptune Energy ist eines der führenden Rohstoffunternehmen in Deutschland. Mit über 135 Jahren Erfahrung sichern wir die Versorgung für Industrie und Gesellschaft. Unser Ziel: Wir fördern heute, was morgen zählt. Rund 480 Mitarbeitende in vielen Regionen Deutschlands und in unserer Zentrale in Hannover engagieren sich auf drei zentralen Handlungsfeldern
Base – Gas & Öl: sichere und verlässliche Förderung heimischer Energierohstoffe
Balance – Rückbau: Verantwortung für die Vergangenheit und Natur wiederherstellen
Boost – New Energy: Zukunft aktiv gestalten zum Beispiel mit Lithium aus Deutschland
So verbinden wir Erfahrung mit Fortschritt. Der Umsatzerlös von Neptune Energy lag im Geschäftsjahr 2024 bei 440 Mio. Euro. Die gesamte Jahresproduktion von Gas und Öl lag bei 5,5 Millionen Barrel Öläquivalent (boe).
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