Umwelt und Klima in Deutschland

Unsere Verantwortung an 365 Tagen im Jahr

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Dr. Andreas Scheck
Geschäftsführer Neptune Energy in Deutschland

Unsere Verantwortung ist es, die CO2-Emissionen, die bei der Erdöl- und Erdgasproduktion anfallen, zu senken. Gleichzeitig suchen Neptune Energy-Experten nach Projekten, Partnerschaften und Geschäftsmodellen im Bereich der „Neuen“ Energien, bei denen wir unser Knowhow und unsere existierende Infrastruktur einsetzen können. Da denken wir zum Beispiel über Geothermie oder Wasserstoff nach.

Wir arbeiten täglich daran, unseren Einfluss auf die Umwelt möglichst klein zu halten. Selbstverständlich halten wir uns dabei an die geltenden Vorschriften – zum Beispiel beim Abfallmanagement. Wenn möglich gilt es Abfälle zu vermeiden oder wiederzuverwerten und falls notwendig verantwortungsbewusst zu transportieren und zu entsorgen.

Doch innerhalb unserer deutschen Tochtergesellschaft engagieren wir uns auch über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Wir arbeiten in ganz Deutschland daran, die ESG-Strategie unserer Unternehmensgruppe umzusetzen. Wir haben noch viel zu tun. Manche Kollegen arbeiten an Zukunftsprojekten für die Energie von morgen. Oft sind es jedoch viele kleine Verbesserungen, die Wirkung zeigen. Wir tragen Verantwortung an 365 Tagen im Jahr: Hier berichten wir über einige

Beispiele aus unserem Alltag:

Betrieb mit Strom – aus Erneuerbarer Energie

Ein effizienter Weg Emissionen einzusparen, ist die Elektrifizierung von Anlagen. So haben wir zum Beispiel in der Grafschaft Bentheim vier neue, elektrisch betriebene Kälteanlagen in den Betrieb genommen. Damit reduzieren wir unsere jährlichen CO2-Emissionen um rund 800 Tonnen. Zudem werden wir ab 2022 unseren Strom hauptsächlich aus Erneuerbaren Energien zukaufen. Damit sparen wir rund 11.000 Tonnen an CO2-Emissionen jährlich ein. Das entspricht mehr als 15 Prozent aller Emissionen unserer deutschen Tochtergesellschaft.

Energiemanagement: Strom sparen und Klima schützen

Wir sind nicht nur stark darin Energie zu fördern, sondern auch zu sparen. Unser Energie-Managementsystem ist nach der DIN-Norm EN ISO 50001 zertifiziert. Das Ziel ist es, unseren Energiebedarf und unsere Treibhausgasemissionen kontinuierlich und langfristig zu minimieren. So haben wir alle Produktionsbetriebe energetisch bewertet. Mit einer Energiemanagement-Software überprüfen wir unsere Kennzahlen. Also wie hoch ist unser Stromverbrauch pro Tonne gefördertem Öl oder Gas? Wie viel Energie verbrauchen wir an jedem Standort oder an unseren Topverbraucher-Anlagen, wie zum Beispiel Tiefpumpen? So können wir Schwachstellen erkennen und beseitigen. Einmal im Jahr kontrollieren akkreditierte Zertifizierer das Energiemanagement unserer Standorte.

Erdölbegleitgas – ein wertvoller Rohstoff

Erdölbegleitgas ist ein Bestandteil, der bei der Erdölförderung anfällt. Unser Ziel ist es, das Abfackeln dieses Rohstoffes so weit wie möglich zu vermeiden. Denn so werden Treibhausgase freigesetzt und gleichzeitig wertvolle Energiereserven vernichtet. Aus gutem Grund ist der Neptune-Konzern der Zero Routine Flaring-Initiative der Weltbank beigetreten.

Wir verwenden das Erdölbegleitgas möglichst effizient und abhängig von den örtlichen Gegebenheiten auf unterschiedliche Weise. Wir erzeugen zum Beispiel mit Hilfe von Blockheizkraftwerken Strom und Wärme. Diese Energie verwenden wir wieder in unserem täglichen Betrieb. Den Strom nutzen wir etwa zur Beleuchtung unserer Betriebsplätze oder für den Antrieb von Tiefpumpen. Die Wärme wird unter anderem zum Beheizen unserer Anlagen und in den Aufbereitungsprozessen genutzt.

Grundwasserschutz – über Tage und unter Tage

Für die Förderung und Aufbereitung von Erdöl und Erdgas gelten in Deutschland höchste Anforderungen beim Gewässer- und Naturschutz. Die Gestaltung der Betriebsplätze unterliegt strengen Richtlinien. Neue Bohrplätze versiegeln unsere Fachleute undurchlässig und statten sie mit einem umlaufenden Rinnen- und Ablaufsystem aus. Sämtliche anfallende Flüssigkeiten werden aufgefangen und fachgerecht aufbereitet oder entsorgt. Unter Tage stabilisiert ein Standrohr aus massivem Stahl, in bis zu 70 Metern Tiefe, die Gesteinsschichten und schützt die Trinkwasserhorizonte.​ Der Durchmesser eines Bohrlochs ist übertage ungefähr so groß wie ein herkömmlicher Gullideckel und wird mit Rohren teleskopartig vertieft. ​Die Zwischenräume zwischen den Rohren und dem Gebirge verfüllen unsere Experten mit Zement. Eine undurchlässige Barriere entsteht. Absperrvorrichtungen und Drucküberwachungen sichern die Bohrung ab.

Kontrolle ist besser – externe Untersuchungen und Studien

Je nach Standort und Umfang einer Maßnahme erstellen externe Sachverständige umfangreiche Studien und Aktionspläne zum Naturschutz – ob landschaftspflegerische Begleitpläne mit artenschutzrechtlichen Prüfungen, ökologische Baubegleitung oder auch groß angelegte Umweltverträglichkeitsstudien. Zu vielen dieser Maßnahmen sind wir in Deutschland gesetzlich verpflichtet. Während der Brut- und Setzzeit von Vögeln sind zum Beispiel viele Bauarbeiten nicht möglich. Wir engagieren uns jedoch auch über die Umweltgesetzgebung hinaus. Gemeinsam mit dem Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie betreiben wir zum Beispiel ein seismisches Überwachungssystem und Langzeit-Luftmessungen in Niedersachsen, um Risiken sicher auszuschließen.

Zurück zur Natur – nachhaltiger Rückbau

Wir sind für den Rückbau und die vollständige Wiedernutzbarmachung der ehemals durch den Bergbau beanspruchten Grundstücksflächen verantwortlich. Die Umwelt erhält ihren ursprünglichen Zustand zurück und die Flächen können wieder land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden. Ein Beispiel ist der Rückbau der Bohrschlammgrube Rühlermoor. Allein für dieses Projekt liegt das Investitionsvolumen bei rund 15 Millionen Euro.

Biodiversität sichern – auch in unserer Nachbarschaft

Beim Umweltschutz gelten für uns Boden, Grundwasser, Oberflächenwasser, Luft, Flora, Fauna sowie die ungestörte Funktion des ökologischen Systems als besonders schützenswert. Daher haben externe Gutachter schon im Jahr 2016 für alle Betriebsplätze in europäischen Naturschutzgebieten umfangreiche Biodiversitätsstudien durchgeführt. Dies gilt auch für kleinste Aktivitäten vor Ort.

Durch die Unterstützung von Naturschutzprojekten in der Nähe unserer Standorte können wir der Natur und den Regionen, in den wir arbeiten, ebenfalls wieder etwas zurückgeben – ob durch Schafe als unerlässliche Landschaftspfleger, oder auch durch mehr Lebensraum für Amphibien. Insbesondere mit den Naturschutzstiftungen der Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim verbinden uns jahrelange Partnerschaften.

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