Feldesentwicklung Adorf

Beitrag zur sicheren Versorgung: heimisches Gas aus Hoogstede und Georgsdorf

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Das Projekt im Überblick

Unsere Neptune Energy-Fachleute bringen Mitte 2022 eine Erdgasbohrung namens Adorf Z17 in der Gemeinde Georgsdorf im Landkreis Grafschaft Bentheim nieder. Lokale Fachunternehmen haben bereits einen Bohrplatz auf dem ehemaligen Torf-Verladeplatz am Torfabfuhrweg fertiggestellt.
Die Adorf Z17 ist die dritte Bohrung in die Lagerstätte Adorf Karbon. In der Gemeinde Hoogstede produzieren zwei Bohrungen bereits erfolgreich Erdgas und können rund 100.000 Haushalte pro Jahr mit heimischer Energie versorgen. Auf Basis dieser Erkenntnisse werden wir, nach aktueller Planung, direkt im Anschluss an die Adorf Z17 eine vierte Bohrung namens Adorf Z18 vom selben Bohrplatz in Georgsdorf bohren. Der Abstand zwischen beiden Bohransatzpunkten wird 33 Meter betragen. Beide Bohrungen haben ihren Landepunkt in rund 3.500 Metern Tiefe. Während der Bohrphase sind mehrere Fachleute rund um die Uhr vor Ort.
Die Bohrmannschaft betreibt die Bohranlage in Georgsdorf mit Strom aus erneuarbarer Energie, direkt aus dem öffentlichen Netz, anstatt mit Strom aus Dieselgeneratoren. Allein während der Arbeiten an der Bohrung Adorf Z17 spart Neptune Energy auf diese Weise rund 1.000 Tonnen CO2-Emissionen ein. Auch die Förderung aus dem Feld Adorf Karbon erzeugt im weltweiten Vergleich einen sehr geringen CO2-Fußabdruck. Emissionen, die durch den Import von Erdgas aus dem Ausland entstehen würden, lassen sich durch die lokale Produktion vor Ort ebenfalls vermeiden.

Unser Bohrplatz

Unser Bohrplatz besteht aus einem 16.000 Quadratmeter großen flüssigkeitsdichten Bereich, inklusive einer asphaltierten Zufahrt, sowie 4.000 Quadratmeter Schotter. Der innere, versiegelte Bereich umschließt den Bohrkeller der Bohrung Adorf Z17 und das Bohrturmfundament aus Stahlbeton. Unser Bohrplatz ist mit einem Entwässerungssystem ausgestattet. Dadurch können keine Flüssigkeiten in das Erdreich gelangen.

Unsere Bohrung

Unser Team bringt die Bohrung Adorf Z17 innerhalb von mehreren Monaten nieder. Dafür nutzen wir eine etwa 60 Meter hohe Bohranlage. Die Bohrung verläuft im Untergrund innerhalb einer Kurve. Sie ist rund 4.600 Meter lang und 3.600 Meter tief. Unsere Fachleute dichten das Bohrloch durch ein System aus Stahlrohren und Zement mehrfach gegenüber dem Grundwasser ab und installieren Absperrvorrichtungen und Drucküberwachungen.Während der Bohrphase sind mehrere Personen rund um die Uhr vor Ort. Nach kurzzeitigen Fördertests entscheiden unsere Expert:innen über das weitere Vorgehen. Sie prüfen, ob die Bohrung Adorf Z17 wirtschaftlich Erdgas zutage fördern kann. Im Erfolgsfall schließen wir die Bohrung, nach Genehmigung der Fachbehörden, an das lokale Erdgasnetz an.

Sicherheit und Umweltschutz haben Priorität

Alle Arbeiten stehen unter Aufsicht des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Diese und andere Fachbehörden achten darauf, dass die in Deutschland geltenden Sicherheits- und Umweltschutzstandards eingehalten werden. Externe Sachverständige haben unsere Konzepte für den Bohrplatz und die Bohrung Adorf Z17 geprüft und unter anderem die Belange des Naturschutzes betrachtet – im landschaftspflegerischen Begleitplan einschließlich einer artenschutzrechtlichen Prüfung sowie einer Umweltverträglichkeitsvorprüfung. Die Fachbeiträge beschreiben unter anderem, wie wir Beeinträchtigungen der Natur und Landschaft vermeiden. Teilweise ist dies nicht möglich, zum Beispiel durch die Versiegelung von Flächen. Aus diesem Grund haben wir Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für den Naturschutz vorgesehen.

Unsere Baustelle

Zeitweise kommt es während der Arbeiten tagsüber zu Baulärm sowie einem hohen Lastkraftwagen- und Autoverkehr in der direkten Umgebung des Bohrplatzes. Dafür bitten wir um Verständnis. Um die Menschen vor Ort möglichst wenig zu beeinträchtigen, erstellen wir ein Verkehrskonzept mit unseren Dienstleistern. Wir achten auf die Einhaltung aller Immissionsrichtwerte und verwenden ausschließlich Anlagen nach dem aktuellen Stand der Technik.

Aktueller Zeitplan

Sommer 2022: Abteufen der Erdgasbohrung Adorf Z17
Herbst/Winter 2022: Testen der Erdgasbohrung Adorf Z17 und gleichzeitig Abteufen der Erdgasbohrung Adorf Z18
Frühling 2023: Testen der Erdgasbohrung Adorf Z18
Im Erfolgsfall: Vorbereitung des Förderbetriebes
Start Produktion Adorf Z17 im Frühling und Adorf Z18 im Sommer 2023

In der zweiten Jahreshälfte 2022 planen wir ebenfalls den Bau einer Aufbereitungsanlage auf unserem Betriebsplatz. Auch die Leitungsanbindung der Bohrung in das regionale Erdgasnetz hat das Unternehmen Erdgas Münster in diesem
Zeitraum vorgesehen.

Unsere Bohrung Adorf Z16 und unsere Aufbereitungsanlage am Bathorner Diek in Hoogstede im Jahr 2021
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